Herdenschutzhunde


Was sind Herdenschutzhunde?

Herdenschutzhunde werden traditionell zum Schutz einer Nutztierherde eingesetzt. Sie bewegen sich dabei frei und eigenständig innerhalb ihrer Herde und haben ständig ein wachsames Auge auf alle möglichen Gefahrenquellen.

Im Gegensatz zu den meist eher kleineren und wendigeren Hütehunden (z.B. Border Collie), sind Herdenschutzhunde von großer und kräftiger Statur, um mögliche Angriffe von Raubtieren erfolgreich abwehren zu können. Die Herdenschutzhunde sind robuste und widerstandsfähige Tiere, die mit dem Leben im Herdenverbund bei Wind und Wetter gut zurecht kommen. Anders als der typische Hütehund, dessen Stärke es ist, die Befehle seines Menschen präzise auszuführen, sind Herdenschutzhunde eher eigenständige Hunde, die Gefahren selbstständig einschätzen und Entscheidungen treffen müssen.


Wie arbeiten Herdenschutzhunde?

Nutztiere können für große Beutegreifer ein attraktives Beuteziel sein. Ein Schutzhund, der seine Schafe bewacht, stellt allerdings für den potentiellen Räuber ein vielfach erhöhtes Risiko dar, um das die meisten Wildtiere grundsätzlich einen großen Bogen machen. Die Herdenschutzhunde zeigen nicht nur durch lautes Bellen ihre Präsenz, sondern setzen auch durch ihr Markierverhalten klare Botschaften an Eindringlinge.

Erkennen die Herdenschutzhunde eine sich nähernde potentielle Gefahrenquelle, melden sie dies zunächst durch lautes Bellen und kommen rasch angelaufen. Der Fuchs, Hund, Wanderer oder Mountainbiker wird genau beschnuppert, verbellt und bis auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand aus der Herde hinausbegleitet.

Video Begegnung mit Herdenschutzhunden











Foto: ÖBSZ